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Rettet die Reha-Kliniken

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit sind die Reha-Einrichtungen schon heute Leidtragende der Krise in bislang ungeahntem Ausmaß. Nicht nur die Belegung mit Patienten an denen elektive Eingriffe vorgenommen werden sollten ist eingebrochen, in allen Bereichen bewegen sich viele Einrichtungen nahe Null und auf diesem Niveau wird es vorerst auch bleiben. Der Rettungsschirm ist noch nicht da und es ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar, inwieweit denn die Reha-Kliniken am Ende überhaupt hiervon profitieren können.


Geplant ist, die Akutkliniken durch die Verlegung leichterer und mittlerer Krankheitsfälle zu entlasten. Somit können sich die Akuthäuser vor allem auf die Versorgung der Covid-19-Patienten konzentrieren und insbesondere Kapazitäten für die intensivmedizinische Versorgung Schwerstbetroffener aufbauen. So weit - so gut.


Aber...


Zum Ausgleich sollten die Rehakliniken eigentlich Zahlungen für leerstehende Betten erhalten. Der aktuelle Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht jedoch eine pauschale Kompensation für die Akutkliniken vor. Für die Vorsorge- und Rehakliniken ist gar keine Finanzierung vorgesehen. Ein wirtschaftlicher Betrieb wird so unmöglich. Die Umsatzeinbußen für den Reha Bereich, die nicht nur durch den Wegfall planbarer Operationen und Behandlungen entstehen, können von den Kliniken, Stand Heute, nicht aufgefangen werden.


Die Geschäftsführer befinden sich in großer Sorge, zumal die Insolvenzantragspflicht mit allen dramatischen Folgen der persönlichen Haftung bislang in unverändertem Umfang Fortbestand hat. Es ist den Rehakliniken in dieser spezifischen Lage dringend zu empfehlen, professionellen Beistand und juristische Haftungsabsicherung in Anspruch zu nehmen.


Das Thema Liquidität ist durch die Covid-19 Problematik noch mehr in den Vordergrund gerückt als dies bisher schon der Fall war. Jeder Klinikbetreiber bzw. Klinikgeschäftsführer muss es in den nächsten Monaten als seine dringlichste Aufgabe ansehen, Liquidität zu beschaffen – Liquidität auf allen zur Verfügung stehenden Wegen, die Beschaffung durchgeführt von professionellen Liquiditätsexperten. Es reicht nicht aus, auf die Beschlüsse der Bundesregierung zu warten und sich auf einen Rettungsschirm zu verlassen. In der aktuellen Krise muss es das vornehmliche Ziel sein, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und, neben gesetzlichen Neuerungen und Rettungsschirm, alle Potenziale der Liquiditätsbeschaffung zu heben.


Das INOG Institut hat seine Kapazitäten im Angesicht dieser Krise ausgeweitet und bietet umfassende Beratung von Spezialisten, Fachanwälten für Insolvenzrecht und Sanierungsexperten an. Denn das ist wichtiger denn je.

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